Die kurze Geschichte einer "Leidenschaft"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist knapp 30 Jahre her, als die Firma Faller 1985 ihr erstes Modell für die Kirmes auf den Markt brachte: Das Faller Riesenrad (Bausatz B311) – als sogenanntes zertifiziertes Exklusivmodell – mit Antrieb, Beleuchtung und einem Orgelwagen. Was damals als eher exotisch angesehen – von vielen Modellbauern auch belächelt wurde – ist mittlerweile zu einer gigantischen Vergnügungs-Industrie im Kleinen, also im Maßstab H0 1:87 herangewachsen.

 

Für mich war damals in meinem jugendlichen Leichtsinn auf jeden Fall klar: „Ich muss dieses Modell haben!“. Somit war der Grundstein für meine Leidenschaft in diesem Bereich des Modellbaus gelegt.

 

Die ersten Jahre hatte ich keine komplette Anlage. Die einzelnen Modelle der Firmen Faller, Vollmer sowie einiger amerikanischen Hersteller – die Firma Preiser aus Rothenburg hatte seinerzeit auch einige wenige, aber sehr schöne Kirmesmodelle, die ich auch bald mein Eigen nennen konnte – standen einzeln in Regalen. Zwischendurch mal mehr oder weniger lieblos behandelt verschwanden sie im Laufe der Jahre auch immer wieder von der Bildfläche – Modellbau in Sachen Kirmes mit 16 oder 17 Jahren empfand man einfach als „uncool“. Außerdem war auch oft nicht das Geld da um teilweise konkrete Wünsche in diesem Bereich zu realisieren.

 

Mit den Jahren wurden dann die Modell-Bausätze die auf dem Markt erhältlich waren auch immer funktioneller, detailgenauer und auch realistischer. Gerade wieder ein Faller-Bausatz war es – jetzt der „Break-Dancer“ – der mich dann auch endgültig und dauerhaft dem Hobby Kirmes-Modellbau „verfallen“ lies.

 

Die erste kleine Platte entstand auf einer etwa 1 x 1,5 Meter großen Spanplatte auf 2 Klappböcken aus dem Baumarkt: Grasmatte und Straßenfolie darauf geklebt und eine recht spärliche Beleuchtung mit Sockel- und Kabelbirnchen  waren der Anfang im Anlagenbau. Die Anlage wurde zwar auch immer wieder mit neuen Modellen und in ihrer Größe erweitert, musste jedoch aus Platzgründen auch immer wieder „umziehen“. Trotz alledem fieberte ich jedes Jahr den Neuerscheinungen aus dem Hause Faller , sowie auch anderer Hersteller entgegen – mit großer Vorfreude auf ein neues Karussell, eine neue Bude oder auch auf diverses Zubehör. Von einer Vielfalt an Modellen und dem passendem Zubehör die am Markt erhältlich waren konnte man – bis meines Wissens nach vor ungefähr 10 Jahren die ersten Kleinserienhersteller erschienen - allerdings immer noch nicht sprechen.

 

Erst mit dem eigenen Haus im Jahre 2001 ergab sich vom Platz her die Möglichkeit eine liebevoll und detailgetreu gestaltete Modellkirmes – mittlerweile die 4. Anlage - mit etwas üppigeren Grundmaßen von etwa 7,5 Quadratmetern - ohne ein konkretes Vorbild eines Festplatzes - zu erbauen.

 

Im Frühjahr 2011 musste die bestehende Anlage dann letztlich einem neuen Projekt weichen: Neue und größere Räumlichkeiten ermöglichten einen kompletten Neubau eines Kirmesplatzes auf einer Grundfläche von nun etwa 9 Quadratmetern. Nach gut sechs Monaten Bauzeit konnte ich dann einen völlig neuen Festplatz präsentieren, der in Sachen Beleuchtung, technischer Steuerung und Detailvielfalt alle meine bisherigen Modellkirmesplätze bei weitem übertraf. Diese - nun also die 5. Modellanlage - wird seitdem ständig technisch überarbeitet und natürlich auch optisch in jeder Hinsicht weiterhin verfeinert  ... sozusagen eine "Neverending Story" im Maßstab 1:87 …